14./15. August 2010: 24 h Benefizradeln in Fohnsdorf

 

Mit diesem Rennen kann ich diesmal nicht zufrieden sein - es war mein erstes Rennen, das ich - eigentlich grundlos - ohne wirklichen Probleme - wenn man von der "Kopfsache" absieht - aufgegeben habe ...

Anfangs liefs super - die ersten 100 km merkte ich nicht mal. Dann kurze Pause. Leider habe ich vergessen, was Gscheites zu essen und so hab ich bald wieder eine Pause machen müssen, weil der Hunger zu groß wurde ... (immer das gleiche Problem mit dem Essen bei mir - ich werds nie lernen).



Dann gings eigentlich auch noch ganz gut - bis es anfing, zu regnen. Also Pause und Anziehen und gleich mal Licht für die Nacht aufs Radl. Dann raus auf die Strecke - die Abfahrt mit den Kurven, auf die ich mich bei Trockenheit immer gefreut habe, wurde ein Angstabfahrt (ich mag schon keine Nacht besonders - aber nass und dunkel - das hasse ich!) Ich bin dann 250 km in 12 Std. gefahren - eigentlich das, was ich mir vorgenommen habe.

Bis dahin liefs eigentlich wirklich gut. Dann hab ich mir 1 Std. Pause gegönnt und mich trocken und warm angezogen (es regnete grad fast nicht) und als ich wieder auf die Strecke ging, hatte ich einen Platten (und der Regen war auch wieder da). Bin dann auf der Felge ins Fahrerlager und hab auf Christian gewartet und ihn von der Strecke zur Behebung meiner Panne gewunken. Danke!
Diese Pause war voll unnötig, weil ich ja eh vorher schon 1 Std. gesessen bin.

Dann bin ich wieder auf die Strecke - und ich wurde extrem langsam. Und eigentlich nervte mich die Strecke zu diesem Zeitpunkt schon gewaltig. Für mich ist sie zu kurz - die beiden Sch...hügel kommen nach 10 Minuten schon wieder - und weil ich offensichtlich so langsam wurde, wurde mir kalt. Ich wußte, dass ich aber keine trockenen Handschuhe mehr hatte und wenn ich die restliche Nacht weiterfahre, dann geht mir für den Tag die Kleidung aus - und eigentlich freute es mich überhaupt nimmer. Und nachdem mich Christian nicht mehr überholt hatte, hatte ich den Verdacht, dass er sich hingelegt hat. Und dann bin ich zum Zelt und mir war kalt und er lag im Dachzelt und ich sah förmlich das warme kuschelige Bettzeug vor mir und so hab ich drauf gepfiffen und hab mich auch hingelegt. Ich sah in dem Moment auch überhaupt keinen Sinn und Grund mehr drin, im Regen in der Nacht im Kreis zu fahren...



In der früh schien die Sonne - ich hab aber dann so lang gewartet, bis die Straße trocken war und bin wieder ein paar Runden gefahren. Eigentlich waren die Zeiten wieder gut und es ging sowohl meinen Beinen als auch meinem Hintern sehr gut - aber es freute mich überhaupt nimmer. Stockerlplatz war eh klar, dass es keiner werden wird - und ob ich 4. oder 6. bin, ist doch eigentlich wurscht. Die Strecke konnte ich schon nimmer sehen - die Leute sind wirklich toll - die Stimmung ist toll - aber ich hätte mir einen Ferdinand-Brevet gewünscht mit einer Strecke, die ich nicht kenne und neu für mich ist....



Wir beschlossen dann, aufzuhören und lieber einzupacken ....

Fazit: Wenns nicht die ganze Nacht durchgeregnet hätte, wärs vielleicht ein bißchen anders gelaufen - für einen Stockerlplatz ist die Konkurrenz dort extrem stark und ich zu schwach - und dieser Kurs für meinen Kopf offenbar nicht ganz geeignet (und die 500 km, von denen ich im Vorfeld gesprochen habe für mich auch nicht möglich).

Gratulieren kann ich nur meinen VereinskollegInnen - sie haben eine Super-Leistung abgeliefert! Angelika konnte den 3. Platz bei den Damen erreichen und Monika & Herbert haben im 2er-Mixed-Team den 1. Platz belegt!