Weissensee/Kärnten - Umag/Istrien : 1. - 10. Juni 2009

 

Unser letztjähriger Sommerurlaub in Tirol war eigentlich ziemlich perfekt: Sowohl das Wetter, als auch die Landschaft und die Straßen - alles hat gepaßt. Daher haben wir entschieden, wieder in Österreich zu urlauben und dieses Mal das für uns eher unbekanntere Kärnten aufzusuchen. Als Vorbereitung für meinen Mitte Juni geplanten 600er Brevet musste ich noch einige Berg- und Paßstrassen fahren ....

Als Ausgangspunkt wählten wir Techendorf am Weissensee. Der Weissensee ist der höchst gelegene Badesee der Alpen. Schnell haben wir ein nettes Quartier gefunden - direkt am Wasser. Frühstück im Garten - Liegewiese und ein Ruderboot zum Ausleihen ...

Abendspaziergang ....

Am nächsten Tag führte uns unsere erste Rennradrunde (146 km, 1.726 hm) auf die andere Seite des Sees über die Windische Höhe. Die Straße hat kurz über 16 % Steigung - aber die Auffahrt lohnt. Bei der Rückfahrt wählten wir oft den Drau-Radweg - leider ist er nicht durchgängig asphaltiert - aber dort, wo er für unsere Rennräder geeignet war, hatten wir höchstens auf eine den Weg querende Schlange zu achten.

Um wieder zurück an den Weissensee zu gelangen, muss man am Schluss von Greifenburg den Berg hinauffahren - 16 % Steigung .... *auweh*

Am nächsten Tag wollten wir eine leichtere Runde fahren - es wurden 187 km, 2.103 hm.
Die Strecke führte uns wieder nach Hermagor - weiter nach Kötschach-Mauthen und zu unserem Ziel: das Lesachtal. Wunderbare Straße - doch ständig rauf und runter - ziemlich heftig. Auch der Gegenwind machte mir am Ende des Tals zu schaffen ...

Die Rückfahrt war mit dem Rückenwind dann eine flotte Angelegenheit. Wieder nahmen wir - so weit wie möglich - den Drauradweg. Keine Leute - kein Verkehr - schön asphaltiert und für Rennräder absolut geeignet. In Lienz machten wir noch kurz am Hauptplatz in der Fussgängerzone Pause (nette Stadt!) - und den Schlussanstieg mit der 15%-Steigung meisterte ich auch noch im Schneckentempo... ;-)

Am nächsten Tag waren meine Beine schon ziemlich beleidigt - wir wollten aber noch eine 3-Länder-Tour (Österreich - Italien - Slowenien) fahren - ca. 100 km. Mit der An- und Rückfahrt wären es ca. 200 km geworden - für mich zu viel, für Christian gerade richtig. Daher bin ich mit dem Auto nach Arnoldstein - Christian mit dem Rad. Leider war es in den Bergen jedoch so schwarz, dass die Runde 100%ig im Regen geendet hätte - so sind wir dorthin ausgewichen, wo der Himmel noch halbwegs blau war - Faaker See und Wörther-See. Leider sind wir auch hier nass geworden.

Aber jetzt war eine Pause für mich notwendig. Lienz haben wir viel zu kurz kennengelernt - also auf nach Lienz.

Christian hatte keinen Plan ... ;-)

Den Nachmittag haben wir am Weissensee verbracht - für das Ruderboot wars leider zu kühl - für Minigolf nicht.

Am nächsten Tag schüttete es in Strömen - und nachdem der Wetterbericht auch für die nächsten Tage kühles und nasses Wetter in Kärnten und auch in Italien versprach, mussten wir flüchten - ohne im höchst gelegenen See der Alpen baden gewesen zu sein - und ohne das Ruderboot getestet zu haben... :-(
Aber Kärnten - wir kommen sicher wieder!

Wir flüchteten nach Umag in Istrien - dort sollte das Wetter ein bißchen stabiler sein. Schnell haben wir ein nettes Zimmer mitten im Zentrum beim Glockenturm und Hauptplatz - oberhalb des Restaurants MA-NI - gefunden - und die erste Portion Calamari vom Rost konnten wir schon im Freien genießen!

Der Himmel war am nächsten Tag nicht wolkenlos - aber es schien nicht so schlecht zu werden. Nach ca. 15 km jedoch kamen wir in das erste Gewitter. Damit haben wir die geplante Runde gecancelt und sind die Küste entlang gefahren, mit der Hoffnung, dort nicht nass zu werden.

In Novigrad mussten wir dann ca. 1 Std. in einem Cafe sitzen, um den ärgsten Regen abzuwarten. Als wir wieder zurück waren, waren nicht nur die Räder zum Putzen - um den roten Sand aus den weißen Dressen zu bekommen, hatten wir ganz schön zu tun ...

Aber endlich wurde das Wetter wirklich schön - und wir konnten unsere geplante Runde über Slowenien fahren. Ziel war es, viele HM zu sammeln - ich brauchte das als Training für den 600er Brevet (125 km, 1.898 hm).

Wir waren schön öfters in Istrien - aber diese Straßen kannten wir noch nicht. Kein Verkehr - abwechslungsreiche Landschaft - meist guter Asphalt - fast könnte man meinen, dass wir nur auf Radwegen gefahren sind ....

Und weil es im Grenzgebiet Slowenien/Kroatien so hübsche Straßen gab, wollten wir am nächsten Tag nochmals dort neue Straße erkunden (115 km, 1.226 hm).

Auch diesmal wurden wir von diesen Straßen im Grenzgebiet nicht enttäuscht ...

Und wir kamen zum Grenzübergang. Ein Balken - wohl doch kein Problem für Radfahrer?

Unten durch - und in der nächsten Ortschaft hat uns die slowenische Polizei schon empfangen ... Also mussten wir umkehren - Grenzüberschreitungen sind doch nur an den "offiziellen" Stellen zu empfehlen ;-)

Die Heimstrecke war nicht so aufregend schön - aber wir haben noch Vereinskollegen getroffen!

So haben wir unseren Urlaub zwar nicht geplant - aber wenn das Wetter nicht mitspielt, kann man nichts machen - mit Istrien haben wir eine gute Wahl getroffen und für den kommenden 600er Brevet fühle ich mich gut trainiert - Istrien: wir kommen sicher wieder !!!!

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